Kroatiens Nationalparks: alle acht erklärt und verglichen
Zagreb: Plitvice Lakes full-day guided tour
Wie viele Nationalparks hat Kroatien?
Kroatien hat acht Nationalparks: Plitvičke jezera (Plitvicer Seen), Krka, Kornati, Paklenica, Mljet, Brijuni, Risnjak und Sjeverni Velebit (Nordvelebit). Die zwei meistbesuchten sind Plitvice und Krka. Alle acht kennen zu lernen, bevor man plant, lohnt sich — sie decken sehr unterschiedliches Terrain ab.
Kroatiens acht Nationalparks decken eine bemerkenswerte Bandbreite an Landschaften ab — Karstseensysteme, Meeresarchipele, Kalksteinschluchten, sub-mediterrane Inseln und alpines Wildland — und sind zusammen einige der bedeutendsten Schutzlandschaften in Südosteuropa. Für Reisende, die eine Reise planen, besteht die Herausforderung nicht darin, ob ein Nationalpark in die Route aufgenommen werden soll, sondern welche in den Plan passen und was jeder einzelne tatsächlich bietet. Dieser Leitfaden vergleicht alle acht.
1. Plitvičke jezero (Nationalpark Plitvicer Seen)
Region: Lika, Zentralkroatien
Entfernung von Zagreb: 130 km (ca. 2 Stunden)
Entfernung von Split: 240 km (ca. 3,5 Stunden)
Kroatiens meistbesuchter Park und sein einziges UNESCO-Weltnaturerbe. Die Plitvicer Seen umfassen sechzehn terrassierte Seen, die durch Wasserfälle verbunden sind und in einem bewaldeten Karsttal liegen. Das Stegsystem führt Besucher entlang und über das Wasser; die Elektrobootüberquerung des Kozjak-Sees ist im Ticket enthalten.
Am besten für: Erstbesucher von Kroatiens Natur, Familien, Fotografie
Hochsaison-Warnung: Extrem belebt Juli–August; Wochen vorher online buchen
Eintritt (2026): 10–40 € je nach Saison
Den vollständigen Leitfaden für die Plitvicer Seen lesen.
2. Nationalpark Krka
Region: Dalmatien, bei Šibenik
Entfernung von Split: 90 km (ca. 1 Stunde)
Entfernung von Zadar: 80 km (ca. 1 Stunde)
Die Krka-Flussschlucht enthält sieben Wasserfälle, das Hauptschauspiel ist Skradinski Buk — ein 800 Meter breiter Komplex aus siebzehn Travertinfällen bei der historischen Stadt Skradin. Das Schwimmen an den Hauptfällen ist jetzt eingeschränkt; das Parkerlebnis ist eher visuell als aquatisch. Eine Bootsfahrt zur Insel Visovac und Roski Slap kann mit einem Kombiticket hinzugefügt werden.
Am besten für: Küstenbesucher, die einen halbtägigen oder ganztägigen Parkbesuch möchten, Kombinationen mit Šibenik
Schwimmhinweis: In ausgewiesenen Bereichen flussabwärts erlaubt, nicht an den Hauptfällen
Eintritt (2026): 10–35 € Hochsaison; Kombiticket ca. 60 €
Den vollständigen Nationalpark Krka-Leitfaden lesen.
3. Nationalpark Kornati
Region: Zentral-Dalmatien, zwischen Zadar und Šibenik
Zugang: Nur per Boot — Tagesausflüge aus Zadar, Šibenik, Biograd und Murter
Der dichteste Archipel im Mittelmeer: 89 Inseln, Inselchen und Riffe auf 220 km², ohne Straßen, ohne Versorgungsnetz und nahezu ohne feste Bevölkerung. Die seeseitigen Kliffformationen (Krune-Kliffen) gehören zu den dramatischsten der Adria. Dies ist in erster Linie ein Segel- und Bootspark — kristallklares Wasser, außergewöhnliches Schnorcheln und kleine traditionelle Fischrestaurants (Konobe) im Park.
Am besten für: Segler, Bootsbegeisterte, Taucher, Suchende nach dramatischer Einsamkeit
Eintritt: Im Tagesausflugspreise enthalten; private Boote zahlen ca. 20–25 € pro Person und Tag
Den vollständigen Nationalpark Kornati-Leitfaden lesen.
4. Nationalpark Paklenica
Region: Norddalmatien, südlich von Zadar (bei Starigrad-Paklenica)
Entfernung von Zadar: 43 km (ca. 45 Minuten)
Zwei Kalksteinschluchten schneiden in den südlichen Velebit-Massiv: Velika Paklenica mit einem gut markierten Pfad durch eine spektakuläre Schlucht und die wildere Mala Paklenica für erfahrene Wanderer. Der Park ist Kroatiens erstklassiges Klettergebiet mit über 400 Routen an der Anića Kuk-Wand. Pfade führen zum Vaganski Vrh (1.757 m), dem höchsten Gipfel im Park.
Am besten für: Wanderer, Kletterer, die echte Berge nahe der Küste wollen
Eintritt (2026): 7–15 € je nach Saison
Den vollständigen Nationalpark Paklenica-Leitfaden lesen.
5. Nationalpark Mljet
Region: Insel Mljet, Dalmatien
Zugang: Per Katamaran aus Dubrovnik (ca. 1,5 Stunden) oder Fähre von Pelješac
Mljet ist eine der grünsten und ruhigsten Inseln Kroatiens. Der Nationalpark umfasst sein westliches Drittel, darunter zwei Salzwasserseen (Malo und Veliko jezero), ein kiefernwaldreiches Inneres und das Inselkloster St. Maria auf einem kleinen Eiland im großen See. Kajakfahren, Radfahren und Schwimmen in den Seen sind die Hauptaktivitäten. Mljet ist das Gegenteil von Dubrovniks Gedränge — ruhig, grün und ungehetzt.
Am besten für: Paare, die Inselnatur mit Schwimmen wollen, Tagesausflüge aus Dubrovnik
Eintritt (2026): 10–20 € in der Saison (beinhaltet die Seefähre zur Insel St. Maria)
Den vollständigen Nationalpark Mljet-Leitfaden lesen.
6. Nationalpark Brijuni
Region: Istrien, bei Pula und Fažana
Zugang: Per Parkboot ab Fažana (im Parkticket enthalten)
Ein Archipel von vierzehn Inseln vor der istrischen Küste, Brijuni (italienisch Brioni) war die private Residenz des jugoslawischen Führers Josip Broz Tito, und seine Ära ist noch spürbar im Safaripark, den Villen aus den 1920er-Jahren und den Tieren, die er als diplomatische Geschenke erhielt (die Safaritiere sind Nachkommen dieser Geschenke). Die Hauptinsel hat römische Ruinen, eine byzantinische Burg, einen Golfplatz und außergewöhnliche Vogelwelt.
Am besten für: Geschichte, ein anderes Inselerlebnis, Familien, die das skurrile Safari-Element mögen
Eintritt: Bootskarte plus Parkeinritt; ca. 30–45 € pro Erwachsenem einschließlich Boot ab Fažana
Den vollständigen Nationalpark Brijuni-Leitfaden lesen.
7. Nationalpark Risnjak
Region: Gorski Kotar, bei Čabar und Delnice (Inland von Rijeka)
Entfernung von Rijeka: Ca. 50 km
Entfernung von Zagreb: Ca. 120 km
Kroatiens am wenigsten besuchter Nationalpark und einer der wildesten. Risnjak umfasst die Gorski Kotar-Berge zwischen Küste und kontinentalem Innern — eine Landschaft aus Buchen- und Tannenwäldern, Karst-Dolinen, Bergwiesen und den Quellen des Flusses Kupa. Der Park trägt den Namen des Luchses (ris auf Kroatisch), der das Gebiet zusammen mit Braunbären und Wölfen bewohnt.
Am besten für: Ernstzunehmende Wanderer, Wildtiere, Ruhesuchende in der Natur
Eintritt (2026): 4–8 €
Nächste Pforte: Stadt Čabar; der Lehrpfad Leska ist der zugänglichste Ausgangspunkt
Den vollständigen Nationalpark Risnjak-Leitfaden lesen.
8. Sjeverni Velebit (Nationalpark Nordvelebit)
Region: Nördlicher Velebit-Massiv, Lika und Kvarner
Entfernung von Senj: Ca. 20 km ins Inland
Entfernung von Zadar: Ca. 130 km
Der nördliche Abschnitt des Velebit-Gebirges — eines der dramatischsten Karst-Gebirgssysteme Europas — ist als Kroatiens jüngster Nationalpark (gegründet 1999) geschützt. Die Felsformationen Hajdučki kukovi und Rožanski kukovi sind spektakulär; das Höhlensystem Lukina jama erreicht eine Tiefe von über 1.400 Metern und gehört zu den tiefsten Höhlen der Welt. Der Botanische Garten Velebit in Zavižan ist über die Bergstraße von Krasno erreichbar.
Am besten für: Erfahrene Bergwanderer, Höhlenforscher, Botaniker
Eintritt (2026): 4–8 €; Berghüttenübernachtung erfordert separate Buchung
Den vollständigen Velebit Naturpark-Leitfaden für den breiteren Gebirgskontext lesen.
Welche Parks in einer einzigen Reise kombinieren
Einwöchige Küstenreise ab Split: Krka (Tagesausflug), Mljet (Tagesausflug ab Dubrovnik am Reiseende), optional Kornati ab Zadar unterwegs.
Einwöchige nördliche Route ab Zagreb: Plitvice (1–2 Tage), Paklenica (1 Tag ab Zadar-Gebiet), optional Risnjak oder Nordvelebit für ernsthafte Wanderer.
Zweiwöchige vollständige Kroatien-Runde: Risnjak oder Nordvelebit (ab Rijeka), Plitvice, Paklenica, Kornati (ab Zadar), Krka (ab Šibenik oder Split), Mljet (ab Dubrovnik am Ende). Dies deckt sechs der acht Parks in einem sinnvollen geografischen Bogen ab.
Die Nationalparks und Wasserfälle-Route bietet einen strukturierten Ansatz.
Häufige Fragen zu Kroatiens Nationalparks
Welcher kroatische Nationalpark eignet sich am besten für Familien?
Plitvice für das Stegweg-Seen-Erlebnis; Krka wegen des einfachen Zugangs von der Küste und einer Bootskomponente. Mljet ist ausgezeichnet für Familien, die eine entspannte Inselkulisse mit einem Salzwassersee möchten. Brijuni eignet sich für Familien, die an Geschichte, Natur und einer Safarirundfahrt auf den Inseln interessiert sind.Kann man mehrere kroatische Nationalparks auf einer Reise besuchen?
Ja — eine Reiseroute, die Plitvice (Inland) mit Krka, Kornati oder Mljet (Küste) verbindet, ist in 7–10 Tagen gut machbar. Die Nationalparks-Wasserfälle-Route verknüpft mehrere Parks in einer einzigen Runde. Paklenica und Nordvelebit eignen sich für engagierte Naturreisende mit mehr Zeit.Welcher kroatische Nationalpark ist am wenigsten überfüllt?
Risnjak und Nordvelebit (Sjeverni Velebit) sind die am wenigsten besuchten Parks — sie ziehen Wanderer und Wildlierspezialisten an, keinen Massentourismus. Brijuni ist zugänglich, aber klein und überschaubar. Kornati ist in der Hochsegelsaison belebt, aber auf 89 Inseln verteilt, sodass es sich selten überfüllt anfühlt.Braucht man ein Auto, um Kroatiens Nationalparks zu besuchen?
Ein Auto erleichtert den Besuch von Plitvice, Paklenica und Risnjak erheblich, ist aber nicht zwingend erforderlich — Busse bedienen alle drei. Krka ist per Bus von Split nach Skradin erreichbar. Kornati, Mljet und Brijuni erfordern ohnehin Bootzugang. Brijuni-Bootskarten werden in Fažana an der Istrischen Küste verkauft.Welcher kroatische Nationalpark liegt am nächsten zu Dubrovnik?
Der Nationalpark Mljet, der das westliche Drittel der Insel Mljet umfasst, ist per Katamaran in etwa 1,5 Stunden von Dubrovnik erreichbar. Es ist der naheliegendste Parkbesuch von einer Dubrovnik-Basis aus.Was kostet der Eintritt für kroatische Nationalparks?
Die Gebühren variieren je nach Park und Saison. Grobe Schätzungen für 2026: Plitvice 10–40 €, Krka 10–35 €, Kornati (Bootstouren beinhalten Eintritt), Paklenica 7–15 €, Mljet 10–20 €, Brijuni (Bootstour plus Park), Risnjak 4–8 €, Nordvelebit 4–8 €. Alle Parks berechnen außerhalb der Saison weniger und bieten Kinderermäßigungen.
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