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Bleder See Reiseführer, Croatia

Bleder See Reiseführer

Bleder See in Slowenien: Inselkirche, Kliffschloss, Vintgar-Schlucht und Anreise ab Zagreb oder Ljubljana ohne den Massenandrang.

Ljubljana: Lake Bled day tour

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Auf einen Blick

Beste Reisezeit
Mai–Jun. & Sep.–Okt.
Empfohlene Tage
1 Tag (Tagesausflug) oder 1–2 Nächte
Anreise
2 Std. ab Ljubljana oder 3,5 Std. ab Zagreb
Tagesbudget
60–160 €

Wenige Bilder im europäischen Reisen sind so unmittelbar erkennbar wie der Bleder See: das smaragdgrüne Wasser, die Inselkirche, das Kliffschloss, die Julischen Alpen als Kulisse. Die Wirklichkeit erfüllt diese Erwartungen vollständig – was auch das Problem ist. An einem Sommersamsatg im Juli säumen Besucher aus Ljubljana, Wien und Budapest dicht gedrängt den Seepfad; die traditionellen Holzflachboote (Pletna – der einzige erlaubte Weg zur Insel) warten am Anleger.

Die Lösung ist Strategie: Mai, Juni oder September besuchen, vor 8 Uhr ankommen, oder übernachten und nach 18 Uhr erkunden, wenn die Tagesausflügler verschwunden sind. Der See selbst – 2 km lang und 1,4 km breit – ist unter jeder Bedingung außergewöhnlich.

Währung: Slowenien verwendet den Euro (EUR).

Anreise zum Bleder See

Ab Ljubljana: Busverbindungen von Ljubljana alle 1–2 Stunden (1,5 Std., 7–9 €). Organisierte Tagestouren ab Ljubljana laufen täglich ganzjährig.

Eine geführte Tagestour ab Ljubljana zum Bleder See beinhaltet Transport und einen lokalen Guide

Ab Zagreb: Organisierte Tagestouren ab Zagreb kombinieren Ljubljana und Bled an einem langen Tag (Abfahrt 7 Uhr, Rückkehr 21 Uhr). Per ÖPNV: Zagreb nach Ljubljana per Bus (2 Std.), dann Bled per Bus (weitere 1,5 Std.).

Per Auto ab Ljubljana: 57 km über die A2 Autobahn (slowenische Vignette erforderlich). Ca. 1 Stunde.

Sehenswürdigkeiten am Bleder See

Die Insel und die Kirche der Mariä Himmelfahrt

Die Bled-Insel (Blejski Otok) ist Sloweniens einzige Natürliche Insel und beherbergt eine Barockkirche auf dem Gelände eines slawischen heidnischen Tempels. Die 99 Stufen von der Insel-Anlegestelle zur Kirchentür werden traditionell von Bräutigamen erklommen, die ihre Braut tragen. Die Kirchenglocke kann für einen Wunsch geläutet werden. Eintritt ca. 10 € (inkl. Pletna-Boot-Rückfahrt).

Die Pletna (traditionelles flaches Holzboot, stehend gerudert) ist das einzige erlaubte Schiff zum Anlegen auf der Insel. Die Fahrt dauert 15 Minuten je Strecke; Kosten ca. 18 € Rückfahrt (geteiltes Boot, 8–12 Passagiere).

Bled Schloss

Das Schloss (Blejski Grad) thront auf einem 130 Meter hohen Fels über dem Nordufer des Sees, erreichbar über einen 15-minütigen steilen Pfad. Die ältesten Teile stammen aus dem 11. Jahrhundert. Die Aussicht vom Schlossgelände – See, Insel, Kirche, Alpen – ist das definitive Bled-Foto. Eintritt ca. 13 €.

Der Seeurundweg

Der 6-km-Fußweg rund um den See dauert 1,5–2 Stunden. Die besten Fotopunkte: Ojstrica (Südufer, 15-min steiler Aufstieg, See und Schloss im Bild) und die klassische Nordufersicht vor dem Hotel Vila Bled.

Vintgar-Schlucht

Die Vintgar-Schlucht (Blejski Vintgar) ist eine 1,6 km lange Kalksteinschlucht 4 km von Bled-Stadt, wo der Radovna-Fluss Wasserfälle, Becken und einen Bohlenwegpfad schafft. Eintritt ca. 10 €; geöffnet April–Oktober. Vor 9 Uhr in der Hochsaison ankommen.

Die Bled Cremeschnitten (Kremšnita)

Die Kremšnita – eine Vanillecreme-Schicht in Blätterteig – wurde 1953 im Park Hotel Bled vom Koch Ištvan Lukač erfunden und ist zur bekanntesten Süßspeise Sloweniens geworden. Ca. 4,50 € im Park Hotel. Das Essen auf der Seeterrasse ist ein obligatorisches Ritual.

Unterkunft am Bleder See

Luxus: Grand Hotel Toplice ist das historische Grand-Dame-Hotel direkt am Seeufer; Doppelzimmer ab 220–400 €. Hotel Vila Bled war Titos Sommerresidenz; Doppelzimmer ab 250 €.

Mittelklasse: Hotel Park und kleinere Hotels entlang des Südufers mit Doppelzimmern ab 100–180 €.

Budget und Pensionen: Bled hat ein gutes Angebot an Familienpensionen (60–100 €) und Hostels (ab 22 € Schlafsaal).

Beste Reisezeit für den Bleder See

Mai–Juni ist die ideale Periode: Wildblumen, noch sichtbare Schneekappe, voller Bootsplan, deutlich weniger Besucher als Juli–August.

September–Oktober: Beste Fotobedingungen – Morgennebel auf dem See, Herbstfarben im Umgebungswald, weniger Massen.

Winter (Dezember–März): Schnee verwandelt den See in etwas aus einem Märchen. Der See friert gelegentlich zu (selten, aber spektakulär).

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