Makarska Reiseführer
Vollständiger Reiseführer für Makarska — Dalmatiens Strandhauptstadt, Wandern im Biokovo-Naturpark und Fährverbindungen nach Brač und Hvar.
Split: Blue cave and 5 islands tour
Auf einen Blick
- Beste Reisezeit
- Jun–Sep für den Strand; Mai & Okt zum Wandern
- Empfohlene Aufenthaltsdauer
- 2–3 Tage
- Anreise
- Bus von Split (1,5 Std.) oder Dubrovnik (3,5 Std.)
- Budget pro Tag
- €50–€140
Makarska liegt auf einer schmalen Küstenebene zwischen der Adria und der schroffen Kalksteinwand des Biokovo-Gebirges — eine dramatische Naturkulisse für die gesamte Makarska-Riviera. Die Stadt selbst ist ein angenehmes Gemisch aus Barockkirche und palmengesäumtem Hafen, mit einem langen Kiesstrand, der sich nach Westen zum Ferienort Brela hin erstreckt. Was Makarska besonders gut beherrscht, ist die Verbindung aus ernsthaftem Strandurlaub und ernsthaftem Outdoor-Abenteuer: der Biokovo-Skywalk (auf 1.228 Metern Höhe) wurde 2021 eröffnet und macht den Berg erstmals auch für Nicht-Wanderer zugänglich, während erfahrene Trekker innerhalb von 20 Minuten vom Stadtzentrum aus ein volles Tageswandergebiet vorfinden.
Anreise und Fortbewegung in Makarska
Per Bus: Die wichtigste Verbindung. Busse aus Split fahren stündlich (1,5 Stunden, €8–€12). Von Dubrovnik gibt es 3–4 tägliche Abfahrten (3,5 Stunden, €16–€22). Der Busbahnhof liegt fünf Gehminuten von der Küste entfernt.
Mit dem Auto: Makarska liegt an der Küstenstraße D8, 65 km südöstlich von Split. Die Strecke ist malerisch, aber im Sommer langsam; von Split sollte man 90 Minuten einplanen. Parkplätze im Zentrum sind im Juli–August knapp.
Per Fähre: Eine Autofähre verbindet Makarska mit Sumartin auf Brač (50 Minuten) und erschließt das Straßennetz der Insel. Dies ist die beste Verbindung in den Ostteil von Brač und deutlich weniger überfüllt als die Fähre Split–Supetar.
Innerhalb der Stadt: Makarska ist von einem Ende zum anderen in 15 Minuten zu Fuß erreichbar. Die Riviera-Orte (Brela, Baška Voda, Tučepi, Podgora) sind mit dem Bus verbunden.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Makarska
Strände
Der Stadtstand — ein 1,5 km langer Kiesbogen — ist gut gepflegt und nach dalmatinischen Maßstäben verhältnismäßig geräumig. Nugal-Strand, 3 km südöstlich (erreichbar über einen Klippenweg oder per Wassertaxi), ist eine kleinere, abgelegenere Bucht. Brela (15 Minuten per Bus) wird oft als einer der schönsten kleinen Strände Kroatiens bezeichnet: feiner Kies, kristallklares Wasser und der markante Kamen-Brela-Felsen, der aus dem flachen Wasser ragt.
Biokovo-Naturpark und Skywalk
Das Biokovo-Massiv erhebt sich direkt über Makarska bis auf 1.762 Meter am Sveti Jure, dem zweithöchsten Gipfel Kroatiens. Die unteren Hänge sind von Makarska aus über eine Straße erreichbar; der Gipfel erfordert die Straße D8 nach Biokovo (geöffnet Ende April–Oktober, Maut ca. €10 pro Auto).
Der Biokovo-Skywalk ist ein gläserner U-förmiger Steg, der auf 1.228 Metern Höhe über die Klippe hinausragt, mit Blick auf Makarska 1.200 Meter tiefer und die Inseln Brač, Hvar und Korčula, die sich über der Adria ausbreiten. Der Eintritt kostet €7 pro Person (getrennt von der Straßenmaut). Es ist einer der schwindelerregendsten — und wirklich spektakulärsten — Aussichtspunkte Kroatiens.
Für Wanderer reichen die markierten Routen von zweistündigen Naturwanderungen auf dem unteren Plateau bis zu anspruchsvollen sechsstündigen Touren zum Gipfel des Sveti Jure. Im Sommer sollte man vor 7 Uhr morgens aufbrechen, um der Hitze zu entgehen.
Stadthafen und historische Gebäude
Makarskas Barockkirche des Heiligen Markus am Hauptplatz, das kleine Franziskanerkloster mit seiner Muschelsammlung und die Hafenpromenade sind die klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt — angenehm, aber nicht besonders bemerkenswert. Der eigentliche Reiz von Makarska liegt in der Kombination aus Strand und Berg, nicht in der Stadtarchitektur.
Nachtleben
Makarska hat ein lebhaftes Sommer-Nachtleben, das sich auf die Hafenbars und Beach-Clubs am Hauptstrand konzentriert. Lebhafter als Split und deutlich lebhafter als Trogir; ob das ein Vor- oder Nachteil ist, hängt vom eigenen Reisestil ab.
Unterkünfte in Makarska
Stadtzentrum: Mehrere Vier-Sterne-Hotels am oder in der Nähe des Strandes. Hotel Biokovo (Obala kralja Tomislava 14) ist eine gut gelegene Mittelklasse-Option am Hafen; Doppelzimmer ab €110–€180. Hotel Osejava (Šetalište fra Jure Radića 6) liegt ruhiger östlich des Zentrums mit einem angenehmen Garten.
Riviera-Orte: In Brela, Baška Voda und Tučepi gibt es Appartementblocks und kleinere Hotels zu leicht günstigeren Preisen als in Makarska. Brela lohnt sich besonders wegen der Strandqualität.
Budget: Privatzimmer in Familienhäusern auf der gesamten Riviera ab €35–€70. Der Campingplatz Rivijera (nordwestlich der Stadt) ist bei jungen Reisenden beliebt.
Restaurants in Makarska
Jeny (Prvosvibanjska 7): Alteingesessene Konoba mit ausgezeichnetem Fischgrill und frischen Meeresfrüchten; gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Lage.
Riva (Hafenpromenade): Mehrere Restaurants säumen den Hafen; Touristenpreise, aber der Fischgrill ist in der Regel frisch. Auf lokalen statt gezüchteten Fisch achten.
Villa Dalmacija (Šetalište fra Jure Radića 52): Gute dalmatinische Küche mit Terrassenblick, zuverlässige Pasta- und Fischgerichte.
Konoba Stari Grad (Kalalarga 5): Versteckt im Altstadtgitter, mit traditioneller Hausmannskost (Lammgulasch, gegrillter Oktopus-Salat) zu günstigeren Preisen als auf der Hafenmeile.
Die Makarska-Riviera jenseits der Stadt
Die Makarska-Riviera erstreckt sich über 60 km entlang des Biokovo-Fußes von Brela (15 km nördlich) bis Gradac (24 km südlich) und verbindet eine Reihe kleiner Städte mit jeweils eigenem Strand, eigener Konoba und eigenem Charakter. Der Bus verbindet sie alle und macht es möglich, in einem Ort zu wohnen und andere zu erkunden.
Brela (15 km nördlich, 15 Min. per Bus): Schönster Strand der Riviera, mit feinen weißen Kieselsteinen und dem markanten Kamen-Brela-Felsen. Ruhiger und familienfreundlicher als Makarska.
Baška Voda (8 km nördlich): Kleiner Ferienort mit langem Kiesstrand, Fischerbooten im Hafen und einem guten Angebot an Appartements und Hotels zu besseren Preisen als Makarska.
Tučepi (4 km südlich): Zweitgrößter Ort der Riviera mit langem Strand, traditioneller Steinarchitektur und einer angenehmen Uferpromenade.
Gradac (24 km südlich): Südlichster Riviera-Ort mit dem längsten Strand (1,5 km) und den wenigsten Touristen — in der Hochsaison wirklich ruhig.
Abenteuersport in der Region Makarska
Biokovo bietet die Kulisse für mehrere Abenteueraktivitäten jenseits des Skywalks. Klettern an den Kalksteinwänden oberhalb der Küstenstraße; der Sektor über Makarska eignet sich für Fortgeschrittene und erfahrene Kletterer. Geführte Touren über lokale Anbieter (Aktivatur Makarska).
Klettersteig: Mehrere Fixseilrouten am Biokovo für geführte Gruppen ohne Klettererfahrung. Die Aussichten beim Abstieg vom Halbberg sind außergewöhnlich.
Gleitschirmfliegen: Startplätze am Biokovo oberhalb der Küstenstraße; Tandemflüge über lokale Anbieter, Landung am Strand unten.
Radfahren: Die Gebirgsstraße des Biokovo und der Küstenradweg bieten Routen von einfachen Flachstrecken bis zu anspruchsvollen Berganstiegen. Fahrradverleih in Makarska.
Segeln und Bootstouren ab Makarska
Der Makarska-Jachthafen ist eine gut ausgestattete Segelbasis. Tageschartertouren führen zu den nahe gelegenen Inseln Brač und Hvar. Die Schnellkatamaran-Verbindungen aus Split bieten Makarska-Besuchern einen guten Zugang zum dalmatinischen Inselnetz.
Wassertaxis verkehren saisonal zwischen den Orten der Makarska-Riviera und ermöglichen eine Küstenrundfahrt ohne Straße. Wassertaxis bedienen auch den Nugal-Strand (nicht per Straße erreichbar, nur zu Fuß oder per Boot).
Beste Reisezeit für Makarska
Juli–August ist Makarskas offensichtliche Hochsaison: Strand, Bars, das volle Angebot an Wassertaxis und Ausflügen. Es ist voll und heiß (regelmäßig 35°C), aber der Strand ist der Zweck, und die Adria ist am wärmsten (26–27°C).
Juni und September bieten das beste Gleichgewicht: warmes Schwimmen, Biokovo zugänglich, Boote fahren, Unterkunft 20–30% unter Hochpreisen.
Mai und Oktober sind ideal zum Wandern am Biokovo: kühle Temperaturen, klare Luft, dramatisches Herbst- oder Frühlingslicht. Der Strand ist im Mai schwimmbar (Wasser 18–19°C) und im Oktober (noch 22–23°C im Frühherbst).
Tagesausflüge von Makarska
Biokovo: Der überzeugendste Ausflug und vollständig vor Ort. Für Wanderungen einen vollen Tag einplanen; für den Skywalk einen halben Tag.
Insel Brač: Die Fähre Makarska–Sumartin dauert 50 Minuten und kommt am ruhigen Ostteil der Insel an. Brač ist dann mit einem Mietwagen erkundbar — Bol, Zlatni-Rat-Strand und Pučišća sind die Highlights.
Omiš: Omiš liegt 30 km nördlich per Bus (45 Minuten) und bietet den Cetina-Canyon, eine Klippenfestung und Kroatiens bestes Wildwasser-Rafting.
Geschichte von Makarska
Makarska war eine der umkämpftesten Städte an der dalmatinischen Küste — ihre Lage unterhalb des Biokovo und am nördlichen Ende des Neretva-Zugangs machte sie sowohl für das Osmanische Reich (das sie mehrmals ab Mitte des 16. Jahrhunderts hielt) als auch für Venedig (das sie 1646 nach der Belagerung zurückgewann) strategisch wichtig. Die heutige Barockkirche des Heiligen Markus, das Franziskanerkloster und der Stadtplan aus dem 17. Jahrhundert sind Produkte des venezianischen Wiederaufbaus nach dem osmanischen Rückzug.
Das Franziskanerkloster am Hafen beherbergt die bedeutendste Muschelsammlung Kroatiens — eine Sammlung, die Pater Jure Radić im 18.–19. Jahrhundert zusammengetragen hat, mit 3.000 Weichtierarten aus der Adria und darüber hinaus. Es ist eine wirklich außergewöhnliche Sammlung in einem unerwarteten Umfeld.
Kulinarisches in Makarska
Makarskas Restaurantszene ist auf Menge und Bequemlichkeit ausgerichtet statt auf Innovation — für ein Strandurlaubsziel durchaus in Ordnung, aber mit etwas Aufwand isst man besser.
Zu empfehlen: Die Konobas in Brela (15 km nördlich) bieten durchweg besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als Makarskas Stadtrestaurants. Die Hafenrestaurants in Baška Voda haben frischen Fisch zu günstigeren Preisen. Tučepi (4 km südlich) hat mehrere gute Fischkonobas mit Terrassenblick.
Riviera-Wein: Das Makarska-Hinterland produziert eine kleine Menge Lokalwein aus den Dörfern Grabovac und Zagvozd oberhalb des Biokovo — meist lokal konsumiert und kommerziell nicht erhältlich, gelegentlich aber in den traditionellsten Familienkonobas ausgeschenkt. Einfach fragen.
Dalmatinska peka (Peka-Garmethode) ist auf der ganzen Riviera erhältlich, muss aber 24 Stunden im Voraus bestellt werden. Die besten Versionen verwenden Lamm aus dem Biokovo-Hochland und saisonales Gemüse.
Makarska und das nationale Straßennetz
Die Küstenstraße D8 (Jadranska magistrala), die von Rijeka nach Dubrovnik führt, durchquert Makarska. Das macht die Stadt zu einem natürlichen Stopp auf einer Küstenrundreise. Der Streckenabschnitt zwischen Split und Makarska gehört zu den malerischsten — die Omiš-Canyon-Annäherung, die Brela-Küstenstraße und die allmähliche Ankunft unter der Biokovo-Wand schaffen einen dramatisch befriedigenden Anfahrtsweg.
Warnung: Im Juli–August kann die D8 zwischen Split und Makarska an den Wochenenden (Samstag–Sonntag) erheblich verstopft sein; mehr Reisezeit einplanen. Die Autobahn A1 (durch das Inland) ist schneller für Durchreisende, aber ohne Meerblick.
Praktische Informationen für Makarska
Parken: Stadtparkhäuser sind im Juli–August bis 9 Uhr belegt. Vor 8:30 Uhr ankommen oder am Stadtrand parken und zu Fuß gehen. Alternativ den Bus aus Split nehmen (keine Parkprobleme).
Apotheken und medizinische Versorgung: Makarska hat ein Gesundheitszentrum (Dom zdravlja Makarska) für kleinere medizinische Probleme. Der nächste Notfall-Dienst für schwere Fälle ist das KBC Split (75 km nördlich).
Zugang zur Biokovo-Straße: Die Straße zum Biokovo-Naturpark öffnet etwa Ende April und schließt im Oktober (wetterabhängig). Die Maut für Privatfahrzeuge beträgt ca. €10 pro Auto am Parkeingang.
Makarskas Verbindung zum dalmatinischen Hinterland
Die Makarska-Riviera ist der natürliche Küstenendpunkt der Routen, die aus dem dalmatinischen Hinterland hinabführen — die Regionen Imotska Krajina und Cetinska Krajina, die die meisten Küstenbesucher nie sehen.
Imotski Blauer See (Modro jezero) und Roter See (Crveno jezero): 35 km landeinwärts von Makarska (45-minütige Fahrt) befinden sich zwei Karstsinkhöhlen von bemerkenswerter Farbe. Der Blaue See ist ein eingestürztes Höhlensystem, dessen Boden sich mit Wasser gefüllt hat; der Rote See ist tiefer (530 Meter — eine der tiefsten Sinkhöhlen der Welt) und blutrot von den eisenreichen Felswänden. Beide sind zugänglich und wirklich außergewöhnlich.
Baćinska jezera: Eine Kette von sechs Süßwasserseen 25 km südöstlich von Makarska, verbunden durch einen schmalen Fluss, in einer Landschaft aus Schilf, Reihern und absoluter Stille.
Vrgorac: Eine Marktstadt im Weinanbaugebiet des Hinterlandes; Produzenten von Kujundžuša (eine lokale weiße Rebsorte) bieten informelle Verkostungen an.
Unterkunftsstrategie für die Riviera
Brela (15 km nördlich): Beste Strände, ruhigste Atmosphäre, familienfreundlich, Bus nach Makarska alle 30 Minuten.
Baška Voda (8 km nördlich): Mittelgroßer Ferienort mit Appartements, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, direkter Bus nach Split und Makarska.
Makarska Stadt: Beste Verkehrsanbindung, größte Restaurantauswahl, Nähe zum Biokovo, lebendigste Nacht. Beste Wahl für alle, die Strand und Aktivitäten verbinden wollen.
Tučepi (4 km südlich): Ruhiger als Makarska, langer Strand, günstigere Preise, malerischer Altstadtbereich im Landesinneren.
Gradac (24 km südlich): Ruhigste Option, längster Strand, wenigste Einrichtungen, günstigste Preise.
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