Kroatien-Roadtrip: 12-Tage-Eigenfahrt-Reiseplan
Split: Krka waterfalls day trip with wine tasting
Autofahren in Kroatien: Was zuerst zu wissen ist
Kroatiens Straßennetz ist nach Balkan-Maßstäben ausgezeichnet – die A1-Autobahn (Autocesta) verbindet Zagreb und Split in einem schnellen 4-Stunden-Korridor. Die Küstenstraße (Jadranska Magistrala) ist eine der landschaftlich schönsten Fahrten Europas, aber deutlich langsamer.
Toll-System: Kroatien verwendet ein Strecken-Toll-System. Man nimmt ein Ticket bei der Einfahrt und zahlt beim Ausfahren. Typische Kosten: Zagreb–Split ≈ 26 €.
Sommer-Fahren: Die Küstenstraße zwischen Zadar und Split sowie zwischen Split und Dubrovnik verlangsamt sich im Juli und August erheblich. Früh losfahren (07:00–08:00 Uhr).
Parken: Splits Altstadt hat kein Touristen-Parken im Inneren; die Tiefgarage nahe dem Busbahnhof nutzen. Dubrovniks Altstadt ist für Autos unzugänglich.
| Route | Zagreb → Plitvice → Zadar → Split → Makarska → Ston → Dubrovnik |
| Auto nötig | Ja, gesamte Route, Einwegmiete |
| Kosten | etwa 1.400–2.100 € pro Person, ohne Flüge |
| Maut + Sprit | etwa 115–155 € insgesamt für die Route |
| Beste Reisezeit | Juni oder September |
Für eine autofreie Version des Großteils dieser Route siehe die 10-tägige Dalmatien-Route, die Zagreb, Plitvice und Zadar auslässt und stattdessen zwischen den Inseln auf Fähren setzt. Mietwagen in Kroatien behandelt Versicherung, Einwegmiete-Gebühren und worauf du vor der Buchung achten solltest.
Tag 1: Zagreb
Flug nach Zagreb (ZAG). Mietwagen am Flughafen abholen.
Zagreb verdient einen vollen ersten Tag. Das Obere Stadtgebiet (Gornji Grad) mit der Kathedrale und der St.-Markus-Kirche. Abend: Essen in den Gassen des Oberen Stadtteils.
Unterkunft (Zagreb, 1 Nacht): Hotel Jägerhorn, Hilton Zagreb.
Tag 2: Zagreb nach Plitvice (2,5 Std.)
Ab Zagreb auf der A1 Richtung Karlovac, dann auf die ältere Straße nach Plitvice. Um 09:00 Uhr am Plitvice-Seen-Nationalpark ankommen. Kroatiens meistbesuchte Sehenswürdigkeit: 16 Terrassen-Seen verbunden durch Wasserfälle. 4–5 Stunden einplanen.
Ab Plitvice nachmittags nach Zadar fahren (130 km, 1,5 Std.).
Tag 3: Zadar
Die Altstadt von Zadar auf einer Halbinsel mit Römer-, byzantinischen und venezianischen Schichten.
Bei Sonnenuntergang zur westlichen Promenade gehen für die Seeborgel. Nachmittags nach Split fahren (160 km).
Tag 4–6: Split – Palast, Trogir, Krka
Drei Nächte in Split.
Tag 4: Ganzer Tag in Split. Diokletians-Palast am Morgen.
Tag 5: Nationalpark Krka Tagesausflug (75 km nördlich).
Tag 6: Trogir am Morgen (30 Min. ab Split) und Bootsausflug zur Blauen Lagune nachmittags.
Tag 7: Split nach Makarska (75 km, 1,5 Std.)
Fahrt entlang der Makarska Riviera – eine der landschaftlich schönsten Abschnitte der Küstenstraße, mit Kalksteinbergen die senkrecht aus dem Meer ragen.
Makarska ist ein angenehmes, vergleichsweise erschwingliches Strandresort mit langem Kieselstrand und der Biokovo-Natur-Skywalk (1.700 m Höhe, außergewöhnliche Ausblicke – nicht für Höhenangst-Geplagte).
Tag 8: Makarska nach Pelješac und Ston (100 km, 2 Std.)
Küstenstraße südlich, dann die Pelješac-Brücke überqueren (eröffnet 2022, kein Grenzübertritt mehr nach Bosnien nötig).
Ston ist die erste Stadt auf Pelješac: mittelalterliche Mauern (die längsten Europas nach der Chinesischen Mauer) und die Austernfarmen der Mali-Ston-Bucht.
Tag 9: Korčula (optional) oder Dubrovnik
Falls in Korčula übernachtet: die mittelalterliche Altstadt am Morgen erkunden, dann Fähre nach Orebić. Ab Orebić ca. 2 Std. nach Dubrovnik.
Parken in Dubrovnik: Nicht in die Altstadt fahren. Ilijina-Glavica-Parkplatz über dem Pile-Tor nutzen.
Tag 10–12: Dubrovnik – drei Tage
Tag 10: Stadtmauern-Rundgang (2 km, 1,5 Std.) – die unverzichtbare erste Aktivität.
Tag 11: Lokrum-Insel (10-min-Fähre ab Altem Hafen). Seilbahn auf den Berg Srđ bei Sonnenuntergang.
Tag 12: Bootsfahrt zu den Elaphitischen Inseln am Morgen. Dann das Mietauto am Flughafen Dubrovnik zurückgeben und abreisen.
Tag für Tag im Überblick
| Tag | Standort | Highlight |
|---|---|---|
| 1 | Zagreb | Oberstadt, Ankunft |
| 2 | Zadar | Fahrt über die Plitvicer Seen |
| 3 | Zadar | Römische Ruinen, Meeresorgel, Fahrt nach Split |
| 4–6 | Split | Palast, Tagesausflug nach Krka, Trogir |
| 7 | Makarska | Küstenfahrt, Biokovo-Skywalk |
| 8 | Korčula oder Dubrovnik | Pelješac-Brücke, Austern in Ston |
| 9 | Dubrovnik | Ankunft oder Vormittag in Korčula |
| 10–12 | Dubrovnik | Stadtmauer, Lokrum, Elaphiti-Inseln, Abreise |
Welche Abschnitte du fahren oder auslassen solltest
Nicht jeder Reisende möchte zwölf Tage am Steuer verbringen. Der Abschnitt Zagreb–Plitvice–Zadar (Tag 1–3) lässt sich ohne Auto kaum ersetzen und ist der stärkste Grund, sich für diese Route statt für eine reine Fähren-Alternative zu entscheiden. Der Abschnitt Split–Makarska–Ston (Tag 7–8) hingegen verläuft weitgehend parallel zu Fähr- und Busrouten, die ebenfalls gut funktionieren – wenn die Fahrmüdigkeit ab Split einsetzt, ist es durchaus sinnvoll, das Auto dort abzugeben und die Reise stattdessen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und organisierten Touren zu beenden, ähnlich der zweiten Hälfte der 10-Tage-Route. Fortbewegung in Kroatien vergleicht Fahren mit Bussen und Fähren Etappe für Etappe.
Kombination mit Bosnien und Montenegro
Da die Pelješac-Brücke den alten Grenzübergang bei Neum überflüssig gemacht hat, erfordert diese Route nun überhaupt keine Einreise nach Bosnien und Herzegowina mehr – wichtig zu wissen, falls dein Mietvertrag oder deine Versicherung grenzüberschreitendes Fahren einschränkt. Wenn du dennoch Mostar oder Kotor ergänzen möchtest, musst du die grenzüberschreitende Fahrerlaubnis vorab mit der Mietwagenfirma abklären; siehe Pelješac-Brücke und Neum für die vollständige Logistik sowie den Rundkurs Dubrovnik–Mostar–Kotor für eine eigene Route, falls du am Ende noch 2–3 zusätzliche Tage hast.
Rafting-Ausflug auf dem Fluss Cetina bei Split oder OmišWenn du einen aktiven Abstecher statt eines weiteren Strandtags möchtest, bietet die Cetina-Flussschlucht bei Omiš (eine kurze Fahrt südlich von Split) Wildwasser-Rafting durch eine dramatische Kalksteinschlucht – ein guter Halbtagesausflug zu den Tagen 4–6, falls das Tempo es zulässt.
Häufig gestellte Fragen zu Kroatien-Roadtrip
Ist ein Mietwagen für diese Reiseroute notwendig, oder ginge es auch mit Bus und Fähre? Ein Auto ist für Tag 1–3 (Zagreb, Plitvice, Zadar) wirklich sinnvoll, da Busverbindungen dort langsamer und seltener sind. Ab Split lassen sich die meisten Stopps mit Bus und Fähre erreichen – wenn dir das Fahren nicht zusagt, erwäge, das Auto in Split abzugeben und die Reise mithilfe der 10-tägigen Dalmatien-Route als Vorlage für die südliche Hälfte fortzusetzen.
Muss ich auf dieser Route nach Bosnien und Herzegowina einreisen? Nein. Die Pelješac-Brücke (eröffnet 2022) erlaubt es dir, die gesamte Küstenroute von Split nach Dubrovnik zu befahren, ohne bosnisches Gebiet bei Neum zu berühren, das früher die Küstenstraße unterbrach.
Roadtrip-Kennzahlen
Gesamtfahrstrecke: ca. 850–950 km Zagreb bis Dubrovnik.
Gesamte Mautkosten: ca. 45–65 € (A1 Zagreb–Split ist die Hauptstrecke).
Kraftstoff: ca. 70–90 € für die gesamte Strecke bei 8 L/100 km.
Beste Reisezeit: Juni oder September. Juli–August bedeutet Küstenstraßen-Staus.
Top-Erlebnisse
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